Die Sklaverei gibt es auch in der Finanzwirtschaft. International fliessen riesige Geldsummen über das Bankensystem, die mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit erwirtschaftet wurden, oder mit denen in Waren und Dienstleistungen investiert wird, in deren Lieferketten moderne Sklaverei oder Menschenhandel vorkommt. Die Liechtenstein Initiative sucht Wege, wie Finanzinstitute solche Finanzströme aufspüren und diese in Zukunft vermeiden können. 

Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat beschlossen, eine international besetzte „Financial Sector Commission on modern slavery and human trafficking“ einzuberufen. Die Liechtenstein Initiative ist eine Private-Public-Partnership der Liechtensteinischen Regierung, des Liechtensteinischen Bankenverbands, der Hilti Family Foundation, der LGT sowie verschiedener Stiftungen. Zudem unterstützt die australische Regierung die Initiative und die UN University fungiert als Sekretariat.

Ziel der Liechtenstein Initiative ist es, Finanzinstituten anhand eines Massnahmenkatalogs und „Best Practices“ aufzuzeigen, wie sie sich am besten vor Investitionen und Geschäften im Bereich moderne Sklaverei und Menschenhandel schützen können. Die Finanzindustrie soll dadurch vom Problem zum Teil der Lösung werden. Wie die Massnahmen konkret aussehen, hat die Financial Sector Commission anlässlich ihres zweiten Treffens in Liechtenstein im Januar 2019 diskutiert. Die Resultate sollen im September 2019 an der UNO-Generalversammlung der Staatengemeinschaft vorgestellt werden.

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